Aufbau West + The Peters – Rosis Berlin – 20.01.2017

Erste Woche Berlin, erste Spätschicht, erster Freitag Abend. Das hört sich erstmal nicht so spannend an. Es ist 18.00 Uhr, ich habe Pause und scrolle gelangweilt durch Facebook. In Gedanken verbringe ich meinen Abend schon auf dem Sofa. Letztendlich sehe ich, dass Aufbau West einen Gig im Rosis spielen. Kurzerhand habe ich mich dazu entschlossen dieser Rosi einen Besuch abzustatten. Das ging zum Glück ohne Probleme, da Einlass erst um 22.00 Uhr war. Für Berlin sind das wohl normal Zeiten für ein Konzert, dachte ich mir. Dort angekommen, 8€ Eintritt gezahlt und direkt an die Bar ein Bier geholt.

Es ging im Endeffekt auch direkt mit einem Singer Songwriter aus dem tiefsten Norden los. So wie es aussah konnte er keine Soundcheck machen und wurde ins kalte Wasser geworfen. Leider konnte er mich trotz der technischen Schwierigkeiten nicht ganz überzeugen. Jetzt wären wir auch wieder bei meinem Abend auf dem Sofa. Im Rosis hat es nämlich eine Vielzahl davon. Ich verkroch mich also in einen kleinen Nebenraum lies mich in einem der Sofas nieder und wartete die Zeit bis zu Aufbau West, nippend an meinem Bier, ab.

Jetzt ging es auch schon los, Kamera am Anschlag und den Sound aufgedreht. Ziemlich gespannt lauschte ich dem was Frontmann Flo zu sagen hat. Auch mit dem Hintergrund, dass 3 Wochen später das „Unter Freunden Festival 2017“ ist, bei dem ich wie jedes Jahr ein wenig helfe und die Jungs Headliner sein werden. Gleich von Anfang an, alle drei voller Energie, spielten Sie ihre Songs. Auf Platte etwas ruhiger, live mit diesem gewissen Druck. Eine, wie ich finde, echte live Band. Der breiteren Masse könnte der Song „die sicher schlimmste Wahl“ feat. Jennifer Weist etwas sagen, mit der die damals noch vierköpfige Band Support für Jennifer Rostock spielte. Der Performance dieses Stücks machte das Fehlen der besagten Dame aber absolut keinen Abbruch. Der derzeit etwas in’s Ungleichgewicht geratenen Stimmung in Deutschland widmeten sie einen neuen Song, zu dem übrigens bereits ein Video aufgenommen wurde und hoffentlich bald released wird. Alles in allem kann ich sagen, dass sich ein Besuch 100% lohnt und die neuen Songs absolut hörenswert sind.

The Peters übernahen daraufhin den Platz auf der Bühne. Mit den Peters konnte ich bis hierhin nichts anfangen. Aufgrund des Namens erwartete ich eigentlich Englische texte. Gleich von Beginn an wurde ich eines besseren belehrt. Deutscher Synthie- Pop Indie Rock oder wie man das beschreiben soll? Auf jeden Fall gut, wirklich richtig gut. Frontmann Tom heizt das Publikum alleine mit seiner Präsenz auf der Bühne an und zieht sie in seinen Bann. Niemand steht mehr still, man sieht sogar die ein oder anderen Lippen die den Texten der Band folgen. Wohl doch nicht so eine kleine Nummer hier in Berlin. Mich hat es inzwischen auch richtig gepackt, sehr tanzbar, sehr mitreißend.  Genau das ist der Grund wieso ich es liebe auf Konzerte in kleinen Clubs zu gehen, bei dem man noch nicht einmal alle Künstler kennt. Im besten Fall bekommt genau dieses Brett geboten und erfreut sich noch länger daran. Für die Platte „Füchse der Pandora“ von The Peters ist es also absolut Wert 30 Minuten zu investieren um sich das ganze auf die Ohren zu geben.

 

Aufbau West

The Peters

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