Trafo goes live in concert – Köngen – 18.02.2017

Es war einer der Samstag-Abende, an denen man noch nicht richtig weiß was man tun soll. Dann entdeckt man, dass eine befreundete Band in einem nicht weit entfernten Jugendzentrum spielt. Perfekt. Schnell die anderen Acts auf Youtube gecheckt, für gut befunden, und ab gehts.

Als ich am Jungendzentrum ankam, war ich verwundert wie viele Autos auf dem Parkplatz standen. Man muss bedenken, es handelte sich um ein Jugendhaus-Konzert mit 3 Künstlern. Meine Bedenken, ob die auch alle zum Konzert wollen, wurden sofort gelöst als ich sah wie viele Menschen sich bereits vor dem Eingang tummelten. Ich bin begeistert. 4€ an der Kasse bezahlt und nichts wie rein ins Getümmel, der erste Act, „Felix Bayer“ spielt schon.

Felix Bayer erwies sich als der ideale Opener für die Veranstaltung. Mit Cover von bekannten Oldies und vielen eigenen Stücken brachte er das schon sehr zahlreich erschienene Publikum richtig auf Temperatur. Viele Mitsing-Parts, eine gute Stimme, gute Laune. Deshalb verlangte das Publikum dann auch noch die ein oder andere Zugabe. Erst als er das Publikum nach seinem letzten Song mit den Worten „Bitte lasst mir dieses Ende, es war perfekt, besser wird es nicht!“ darum bat, nicht noch mehr Zugaben zu fordern, wurde er von der Bühne entlassen.

Kurz an die Bar um für wirklich kleines Geld (1€ die Cola) ein Getränk zu holen, dann gings auch schon weiter.

Bühne frei für Ohne Kompass. Ganz frisch, ganz neu, erst das dritte Konzert. Man merkt aber deutlich, dass hinter dem ein oder anderem schon ein bisschen mehr Bühnenerfahrung steckt. Eine mit viel Power geladene Show, Songs mit tiefgründigen Texten, und einer großer Ausstrahlung. Obendrauf bescherten sie einer Freundin noch eine Überraschung zu ihrem Geburtstag, indem sie ihr ein Ständchen spielten.

Das Trafo hatte sich mittlerweile komplett gefüllt. Wahnsinn! Circa 150 Besucher auf einem Jugendhaus Konzert? Das erlebt man selten und gibt Hoffnung für kommende Veranstaltungen.

Weiter geht es mit dem absoluten Highlight des Abends: Flowers in Syrup.
Ich wusste nicht wirklich was mich erwartet. Hab ich davor noch nie gesehen. Das einzige was mir von einem Freund vor Ort gesagt wurde war, dass sie anscheinend „Demon-Pop“ machen.
Desto mehr war ich geplättet von dem, was diese Band abgeliefert hat. Das war einfach eine perfekte Show. Eigentlich gar nicht meine Musikrichtung, aber ich war hin und weg von der Präzision und gleichzeitigen Leidenschaft der Performance, von der ausgefallenen und aufwendigen Komposition der Lieder und dem Durchhaltevermögen der 3 Jungs. Denn das Publikum, mittlerweile frenetisch tanzend, verlangte eine Zugabe nach der anderen. Und die haben sie auch bekommen! Am Ende konnte ich nicht mehr mitzählen wie viele Zugaben es waren , aber es wurden alle Register gezogen. So wurde auch ein Lied mit dem Satz „Dieses Lied kennt noch nicht einmal unser Techniker Basti“ angesagt.  Erst als die Band wirklich mit ihrem Repertoire am Ende war, und gegen den Willen des immer noch „Zugabe“-fordernden Publikums ihre Instrumente ablegte, leerte sich das Trafo langsam.

Das war eines der Jugendhaus-Konzerte, von denen ich gedacht hatte, dass sie ausgestorben sind, aber von denen es hoffentlich noch sehr viele geben wird!

 

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