Milky Chance – Musik & Frieden Berlin – 20.02.2017

Before Blossom Tour

Vor etwa zwei Wochen stolperte ich über die Tourdaten von Milky Chance. Natürlich durchforstete ich direkt die üblichen Seiten aber wie schon zu erwarten war konnte ich kein Ticket mehr ergattern. So erstmal abgeschlossen mit dem Gedanken! – Dachte ich.

Einen Tag später fing ich an über die Facebook-Veranstaltung und ebay Tickets zu suchen, natürlich nicht sonderlich erfolgreich. Ich war wohl nicht der einzige der versuchte den Abend live zu erleben. Mittlerweile ist der Tag des Konzerts, ich noch immer ticketlos, verbrachte den ganzen(!) Tag auf Facebook und hoffte auf erkrankte Menschen, die wohl schweren Herzens das goldene Stück Papier verkaufen müssen.

17.00 Uhr, 2 Stunden bis Einlass,  ich in der Spätschicht. – Kann gar nicht funktionieren

DENKSTE!

Ich habe ein Ticket bekommen, grinsen im Gesicht und ausgestempelt (ja ich habe zuvor darauf hingewiesen dass das passieren könnte). Nun kurzerhand das Ticket abgeholt (die ärmste war wirklich krank – gute Besserung an dieser Stelle) und weiter zum Club. Musik & Frieden so der Name, ziemlich passend wie ich finde.

Endlich da und die letzte Hürde habe ich auch erfolgreich genommen, die Kamera ist dabei! Der Laden selbst ist nicht besonders groß, 400 Leute würde ich schätzen. Es geht los, voller Vorfreude auf Milky Chance hörte ich den Support- Act Témé Tan, ein befreundeter Künstler der Kassler Boys, an. Seine Musik war wirklich gut, nichts was ich bisher in dieser Art gehört hatte. Pop, Elektro, Reggae, Hip Hop und ein bisschen Soul das ganze Französisch. Gefiel mir insgesamt sehr gut. Vor allem auch weil er so positive Stimmung verbreitet und das Publikum mit einbezogen hat.

Kurzer Umbau, Pinkelpause, Milky Chance.

Die vier Musiker haben direkt mit „Doing Good“ begonnen und hatten das Publikum und mich direkt auf ihrer Seite. Wie von der Platte, oder besser? Mit „Ego“, das Lied das mir bis dato von den Neuveröffentlichungen am besten gefällt, wurde direkt der nächste Song der neuen Platte nachgeschoben. Mich haben Sie, nach nur zwei Liedern, überzeugt. Mit dieser Leistung habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Wohl auch deswegen da mich (ich sage das jetzt wirklich) die live Auftritte die auf Youtube zu sehen sind nicht wirklich überzeugt haben. Das war übrigens auch ein Grund dafür dieses Konzert unbedingt erleben zu wollen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es ein so großen Hype um dieses Duo, Clemens Rehbein und Philipp Dausch gibt, wenn live nichts transportiert werden kann. Wie gesagt, zwei Lieder und alle Vorurteile wurden in der Luft zerschmettert. -Zurecht gehyped und jetzt noch mehr von mir!

Mit „Flashed Junk Mind“ spielten sie den ersten Song von ihrer äußerst erfolgreichen Platte „Sadnecessary“. Ich denke den letzten Zweifler hat es jetzt gepackt, das Publikum singt lauthals den kompletten Song mit einer beeindruckenden Textsicherheit mit. Erste Anzeichen von Gänsehaut machen sich bemerkbar. Weiter im Abend fortgeschritten -„Unknown Song“. Der dritte im Bunde von Milky Chance, Antonio Greger, mit ganzem Herzblut an seiner Mundharmonika – Gänsehaut, selbst jetzt wenn ich beim schreiben zurück denke! Ein Song, dessen Titel ich vergessen habe, sehr basslastig, blieb mir im Kopf. Nicht diese typische Milky Chance Musik aber doch passend. Insgesamt hört man diesen eigenen Stil weiterhin sehr deutlich heraus. Ich persönlich freue mich unglaublich auf das am 17. März erscheinende Album „Blossom“. Bis dahin werde ich noch ein wenig in Erinnerung an den Abend schwelgen.

 

Milky Chance

Témé Tan

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