Blackout Problems – Maze Berlin – 04.03.2017

Holy Tour II

Was macht man an einem Samstag Abend in Berlin wenn man am nächsten Tag arbeiten muss? – richtig, man geht auf ein Konzert das zu einer menschlichen Uhrzeit beginnt. Die Entscheidung zu Blackout Problems zu gehen fiel auch nicht wirklich schwer. Inzwischen kann ich meine besuchten Konzerte der mittlerweile vier Jungs gar nicht mehr an einer Hand abzählen. Außerdem weiß man worauf man sich einlässt. Geile Musik die von Beginn an nach vorne rollt. Ich hoffe dass das Maze, ein Kunst- und Kultur Wohnzimmer wie sie selbst schreiben, auch wirklich so heimelig daher kommt – ich bin gespannt! Vorgruppe werden KID DAD sein – ebenso gespannt.

Ich habe mich ziemlich zeitig auf den Weg gemacht und zuvor noch eine ShiSha geraucht um dann auch pünktlich um 19.00 Uhr an der Abendkasse zu stehen, da ich noch kein Ticket habe. Etwas angespannt bin ich ja schon.
An der Location war ich etwa 15 Minuten vor Einlass. Dort fühlte ich mich kurz wie in München. Es haben sich wohl einige Freunde mit auf den weiten Weg in die Hauptstadt gemacht. Ein Ticket habe ich zum Glück noch bekommen, sogar das mit der #1, yes. Zuerst einmal musste ich ein paar Treppen in den Keller, ein Gewölbekeller um genau zu sein. Die Bühne war nicht besonders groß aber wohl genau das richtige für die Jungs von Blackout Problems, nah am Publikum, so wie sie das gerne haben.

Gegen 20.20 haben KID DAD angefangen. Die ersten Songs musste ich erst ein wenig „reinhören“. Mit Acid Rock oder auch GarageRock hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Hat mir aber zugesagt. Marius meinte zuvor auch schon: „Kid Dad, nice von denen habe ich schon einiges gutes gehört“. Dementsprechend hatte ich auch hohe Erwartungen und das Kompliment kann ich bedenkenlos genau so weitergeben. Ruhige Parts, gefolgt von schnellen harten Gitarren Riffs, ziemlich cool! Der Frontmann hat mit seiner Art das ganze Bühnenauftreten gut unterstrichen, würde ich so sofort abkaufen. Vor allem nach dem sie den Titel „Rehab“, zu dem es auch ein Video gibt, vorgetragen haben. Dieser kommt sehr psychedelisch daher und spiegelt genau das was sie an Musik machen wider. Das Set wurde von Song zu Song immer depressiver und auch insgesamt langsamer. Eindruck? -Eindeutig ein Daumen nach oben und genau so weiter machen.

Abbau, Aufbau, Blackout Problems. Da es nichts zu klettern gab, machte sich Mario direkt auf den Weg ins Publikum und holte sich zum Intro jeden einzeln vor die Bühne. Wie gewohnt waren alle komplett authentisch und mit Bock das Maze in eine Tropfsteinhöhle zu verwandeln. Die Zuschauer, oder besser gesagt, die von Beginn an tobende Meute zeigte gleich von Anfang an in welche Richtung es gehen wird. Zugegeben, nichts anderes habe ich erwartet, weder von den Jungs von Blackout Problems als auch von der Crowd. Die Lichtshow ist genau darauf ausgerichtet Action in den Auftritt zu bekommen. Schnell wechselnd, Blinder, Dunkelheit. Es blieb keine Zeit ruhig zu stehen, außer kurz, wirklich kurz, während den Übergängen. Nach etwa 3/4 des Set habe ich mich an den Rand gestellt um mir meine Eindrücke nochmals mit etwas mehr Distanz zu machen. Natürlich darf ein Statement gegen Rechts -richtig so! – nicht fehlen. Außerdem wurde auf Sea Shepherd aufmerksam gemacht, die sie so wie es aussieht die ganze Tour begleiten.

Es bleibt festzuhalten, dass ein Besuch nichts für den stillen, sitzenden Zuschauer ist. Die Band reißt definitiv alle mit sich mit um für die Dauer der Show alles um sich herum vergessen zu machen. Einmal mehr kann ich nur ein Kompliment aussprechen und euch ans Herz legen das live zu erleben.

KID DAD

Blackout Problems

Sea Shepherd

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